Blog | Wirtschaftsbildung für Kinder bedeutet Zukunft

Wirtschaftsbildung für Kinder bedeutet Zukunft

Wirtschaftsbildung für Kinder bedeutet Zukunft
Theresa Haid 1. Juni 2021

Welches Rüstzeug sollen Mitarbeiter*innen im Tourismus mitbringen, um einen guten Job zu machen? Internationalität? Ja. Eine fundierte praktische Ausbildung? Unbedingt.

Was aber auch nicht fehlen darf, ist Wirtschaftskompetenz. Und in diesem Bereich gibt es Aufholbedarf!

Obwohl uns Wirtschaft überall begegnet, fehlt das Wissen über finanzielle und wirtschaftliche Zusammenhänge. Das liegt u. a. an den Lehrplänen an unseren Schulen. Wirtschaftskunde ist kein eigenes Fach und wird laut Stefan Haigner von der Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung, der Dutzende Geografie- und Wirtschaftskunde-Schulbücher analysiert hat, von der Geografie an den Rand gedrängt. Das Ergebnis? Die alltagstaugliche Wirtschaftskompetenz fehlt und das belegen zahlreiche Studien.

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Dass Wirtschaft vermehrt an die Schulen muss, fordern Touristiker*innen seit Langem. Warum ist eine fundierte Wirtschaftsbildung für die Branche so wichtig?

  • Wirtschafts-Know-how benötigt nicht nur die große Hotelkette, sondern auch der familiengeführte Kleinstbetrieb. Gerade die Betriebsstrukturen des Tourismus sind kleinteilig und eigentümergeprägt, das heißt, von den Kleinbetrieben gibt es sehr viele.
  • Es stehen zahlreiche Betriebsübergaben an und die Nachfolgegeneration sollte optimal auf die Aufgabe vorbereitet sein.

Aktuell stehen zudem viele Unternehmen vor der Herausforderung, ihre Tourismusbetriebe rasch abzusichern, indem sie die Eigenkapitalbasis verbessern. Auch das erfordert neben der Begleitung durch externe Expert*innen den wirtschaftlichen Weitblick auf Betriebsebene.

Mehr Wirtschaftskompetenz würde nicht nur die Branche stärken, sondern auch die Tourismusgesinnung in der Bevölkerung positiv beeinflussen. Die Erkenntnis, dass man durch die wirtschaftliche Breitenwirkung persönlich vom Tourismus profitiert, könnte zu einem besseren Miteinander führen. 

Nicht nur das Wissen über wirtschaftliche Kreisläufe sollte Teil der Allgemeinbildung sein. Es ist auch wichtig, dass wir die junge Generation dabei unterstützen, finanzielle Chancen und Risiken besser einzuschätzen und sich in einer vernetzten Welt besser zu behaupten.

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Durch mehr Wirtschaftskompetenz stärken wir also jeden Einzelnen und bestehende Unternehmen und Destinationen. Auch ebnen wir den Weg für spannende Start-ups und Innovationen.

Deshalb: Mehr Wirtschaft an die Schulen!

 

 

 

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