Blog | Internationaler Tag der Berge - Schutz der Alpen & Tourismus darf kein Widerspruch sein

Internationaler Tag der Berge - Schutz der Alpen & Tourismus darf kein Widerspruch sein

Internationaler Tag der Berge - Schutz der Alpen & Tourismus darf kein Widerspruch sein
Vitalpin 11. Dezember 2020

Die Tourismusbranche im Alpenraum steht zunehmend unter Kritik und wird von diversen Seiten zum Umdenken aufgefordert. Diese Forderungen nehmen wir ernst und versuchen die alpine Tourismusbranche dahingehend zu unterstützen. Ein Gegen- einander hilft bei diesem gemeinsamen Ziel jedoch nicht weiter, deshalb rufen wir zu mehr Dialog auf.

Anlässlich des Internationalen Tages der Berge, der 2003 von der UNO ins Leben gerufen wurde, um mehr Bewusstsein für die Probleme der Berglandschaften zu schaffen, möchten wir zeigen, dass Tourismus und der Schutz der Alpen kein Widerspruch sind.

 

Umweltzerstörer, Klimasünder oder gar geldgierige Alpenkaiser – es sind oftmals keine schmeichelhaften Attribute, die den alpinen Touristikern in der medialen bzw. in der öffentlichen Debatte zugeschrieben werden. Die Gräben scheinen tief und die Herausforderungen, vor denen der alpine Lebensraum steht, sind enorm. 

Neben einem fortschreitenden Gesellschafts- und Klimawandel hat die Corona-Krise den Tourismus besonders stark getroffen und defacto zum Erliegen gebracht. Die hohe Bedeutung und der Nutzen des Tourismus für die Menschen in den Alpen werden uns dadurch wieder deutlich vor Augen geführt.

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„Für den alpinen Wirtschaftsraum spielt der Tourismus eine lebenswichtige Rolle, umso wichtiger ist es, dass auch die Bevölkerung hinter dieser Leitbranche steht.“

THERESA HAID, GESCHÄFTSFÜHRERIN VON VITALPIN

Für Besucher ist der Alpenraum ein Ort der Erholung und er zieht deshalb jedes Jahr unzählige Gäste an. Das sichert die Lebensgrundlage für viele Einheimische, aber: Die Alpen sind auch ein fragiles Ökosystem, das es zu schützen gilt. In diesem Spannungsverhältnis müssen nun erfolgreiche, tragfähige und breit akzeptierte Perspektiven erarbeitet werden, die dem Tourismus auch neue Entwicklungen und Projekte ermöglichen.

Tourismus mit Zukunft

Deshalb arbeitet Vitalpin seit knapp einem Jahr mit Touristikern, Experten aus unterschiedlichen Branchen aber auch mit NGOs an neuen Visionen für einen nachhaltigen und zukunftstauglichen Tourismus. Mit dieser Initiative wollen wir die Dialogbereitschaft zwischen Tourismusbranche, einheimischer Bevölkerung, politischen Entscheidungsträgern, Umweltschutz, Medien sowie der Wissenschaft stärken und den Weg für notwendige Veränderungen bereiten.

Wir bauen Brücken zwischen den Lagern, um so unseren wertvollen Naturraum zu schützen aber auch die Branche enkeltauglich weiterzuentwickeln.

"In meiner Doppelrolle als Wissenschafts- und NGO-Vertreter halte ich den konstruktiven Dialog für essenziell wichtig, um die Nachhaltigkeit im Tourismus voranzubringen.

Die Alpen sind unser aller Lebensraum. Von Ihrem Erhalt sind wir abhängig und das gelingt uns nur, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen.“

Christian Baumgartner, CIPRA International

NGOs und Tourismusbranche rücken näher zusammen

Christian Baumgartner, Vize-Präsident von CIPRA International und Teilnehmer an unserem Projekt "Tourismus mit Zukunft", begrüßt das Engagement. Die Bereitschaft aus der Tourismusbranche heraus, Änderungen voranzutreiben und sich für den Schutz, als auch für den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt der Alpenregion einzusetzen stimmt ihn positiv.

 

Vitalpin KimaInvestment: Naturschutz und touristische Wertschöpfung

Die Zusammenarbeit mit CIPRA International, aber auch anderen NGOs wie z.B. POW (Protect our Winters) werden wir im kommenden Jahr weiter intensivieren. Eine neue Initiative steht bereits in den Startlöchern: Wir arbeiten derzeit in einem internationalen Netzwerk und mit Beteiligung von starken Tourismusbetrieben mit Hochdruck an einem regionalen Klimaschutzprojekt zum Schutz der Alpen.

Das Projekt namens Vitalpin KlimaInvestment ist ein weiterer Schritt unser Klimaschutzinitiative und wird bereits Anfang 2021 starten. Wir wollen zeigen, dass touristische Wertschöpfung und konkrete Beiträge zum Schutz unseres gemeinsamen alpinen Lebensraums sich nicht ausschließen müssen. 

Vitalpin